Blockbuster und Serien Blog

Avatar-Demonstration auf Pandora, ähm Palästina

Dieser Film hat langsam beunruhigende Auswirkungen auf die Menschheit…

“Seit vielen Jahren demonstrieren Palästinenser jeden Freitag gegen die illegale israelische Sperranlage, welche in palästinensische Gebiete eindringt. Gestern sahen die Demonstranten jedoch etwas „anders“ aus als sonst. Sie trugen blaue Kleidung mit einem Lendenschurz, hatten die Gesichter blau angemalt und ihre Haare künstlich verlängert. Sie stellten das Volk Navi aus dem Film Avatar dar, welche genau wie diese für ihre Rechte kämpfen”

Fotos:

Video:

Via Palästina-Blog

Fotos: Zion

36 Kommentare

  1. Genau deswegen ist in CHINA der Film verboten worden! (die Normalversion, die 3d-Version nicht, weil die kann sich eh keiner dort leisten.)

    Weil die Angst haben, die Unterdrückung wegzu-avataren.

    MFGCS

  2. :!: DANKE für’s Verlinken!

    Du bist jetzt auch bei mir verlinkt!

    Sehr schönen Blog hast du da!

    MFGCS

  3. Pöh, die Palestinenser als arme Opfer. So sehen sie sich.
    Aber zumindest ist es mal ein bissel phantasievoller als was sie sonst so machen.

    Das Problem zwischen Israelis und Palestinensern ist, das sie alle nur Opfer und keine Täter sind.

  4. @CrippLeD SaM ;-)

    @sayadin
    “Das Problem zwischen Israelis und Palestinensern ist, das sie alle nur Opfer und keine Täter sind”. – genauso sehe ich das auch!

  5. Eigentlich sind die Juden das intelligenteste Volk. Aber sie behandeln die Palestinenser so wie sie eigentlich uns behandeln sollten.
    Wenn man ein Problem nach 10 Jahren nicht gelöst hat, dann ist die Strategie, die man anwendet falsch.

    Ich hab ihnen vorgeschlagen ein Kinderfest zu machen, ich würde dafür auch 1000 Euro für Eis spenden. Ich denke so erreicht man mehr als mit Waffen.
    Aber die meissten Israelis sind nicht interessiert.

    Wäre das nicht etwas, wo das TV etwas Positives bewirken könnte? Ein mal im Jahr ein Kinderfriedensfest für die Kinder im Gaza, mit Eis, Falaffeln und belgischen Pralinen? Was hälst Du davon?

  6. hm.. hast du schon daran gedacht, dass Juden nur deswegen die Palästinenser so behandeln, weil sie keine andere Alternative haben? Israelis verhindern nur den Terror!

    Ein Kinderfest würde absolut nichts bringen! Die arabischen Kinder im Allgemeinen und die palästinensischen im Besonderen werden von Geburt an dem Judenhass ausgesetzt.

    Sie hören bereits von den Eltern haarsträubende Geschichten über den schlechten, “Blut saugenden” Juden.

    In Fernsehprogrammen für Kinder wird diesen gezeigt, wie der heldenhafte Araber den bösen Juden tötet. Begleitet es seinen Vater in die Moschee, hört es, dass Allah befohlen habe, gegen die Juden zu kämpfen und dass sie Lügner seien, denen man nicht trauen dürfe.

    Und wenn du noch immer nicht überzeugt bist, hier ein Video:

    Und ein LINK (klick).

    Natürlich sind nicht alle so, und irgendwie hat man ein Verständnis für ihr Verhalten, aber trotzdem…

    Es ist keine gute Idee, ein Kinderfest dort zu machen…

  7. Wenn ich Mahatma Ghandi wäre, dann würde ich sagen ja, gerade dort, wo sonst.
    Aber ich bin es nicht, vielleicht haben die Menschen ihre Hölle verdient.
    Warum mische ich mich überhaubt ein.

  8. Hm, naja ich weiß nicht. Das Thema ist eine schwere Kost; ich war sehr oft in Israel und habe diesen Hass miterlebt, so dass ich überzeugt bin dass Juden mit den ganzen Zäunen, Mauern und Verteidigungsmanövern das richtige tun.

    Ein Kinderfest wäre vielleicht ein Tropfen, vielleicht sogar ein Anfang für die friedlichen Zeiten, aber es muss viel mehr als das getan werden. Viel-viel mehr.

  9. Ach ja, und du sollst dich einmischen. Wie hat Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach einmal gesagt? – “Die Gleichgültigkeit ist der innere Tod und manchmal ein Zeichen von Erschöpfung….”

  10. Das die Israelis so reagieren kann ich verstehen und würde es auch nicht anders machen. Auch den Wirbel um den Hotelbesuch vom Mossad finde ich blöd. Der Typ hatte es nicht anders verdient.

    Aber nur auf eine Strategie zu setzen führt nicht selten zur Niederlage.

    Ich denke wir Deutschen haben eine Verantwortung, nicht der Autonomiebehörde gegenüber. Die sind nur korrupt.

    Aber wenn wir Palestinenserkinder glückliche Momente verschaffen dann verändert das ihre Seele.

    Über den Verstand geht es (meisst) nicht weil die Entscheidungen, die wir treffen nicht aus dem Verstand kommen, sondern aus dem limbischen System, dem Bereich der Gefühle. Darum ist die Lage dort so verfahren (auf beiden Seiten)

    Das was dem limbischen System am nächsten liegt ist der Geruch und der Geschmack. Da sollte die Strategie ansetzen.

    Lass uns leckeres Essen besorgen und Farbtöpfe und wir malen eine Sonne auf den grauen Pflasterstein. Lass uns die Mauer schön machen. Sie ist so hässlich, genau wie die deutsche Mauer war.

    Wenn wir Kinder aus Europa, Amerika und Asien zu so einem jährlichen (vielleicht Alice im Wunderland) Fest einladen und sie einen Tag im Jahr mit den Kindern der Welt glücklich sind, dann verändert sich die Seele der Palestinenserkinder (und der israelischen Kinder) langfristig und es öffnen sich vielleicht Tore von denen man jetzt noch nichts ahnt…

  11. Vielleicht bekommst Du dadurch einen Namen der ein ähnliches Gewicht hat wie der von Nofretete…

  12. James Miller Friedensfestival?

  13. Die Idee mit dem Kindergeburtstag ist gar nicht so schlecht.

    Gefällt mir, je länger ich darüber nachdenk’.

    Die Mauer mag ich überhaupt nicht.

    Wenn ich Präsident wäre, würde ich einen Stein der Berliner Mauer den Juden überreichen mit den Worten:

    “Diesen Stein aus der Berliner Mauer bauen sie bitte in ihre Mauer ein!” – und das vor tausenden Leuten.

    Ich würde soooo gern wissen, wie die dann reagieren….

    MFGCS

  14. @sayadin
    Ja, es klingt gut, so wie du es jetzt beschrieben hast!

    Vielleicht bekommst Du dadurch einen Namen der ein ähnliches Gewicht hat wie der von Nofretete… hehe, warum ich, ist ja deine Idee;-)

    @CrippLeD SaM
    “Diesen Stein aus der Berliner Mauer bauen sie bitte in ihre Mauer ein!” – und das vor tausenden Leuten. – Ah, die würden schon kein schlechtes Gewissen haben. Es geht ja um Leben und Tod. Bevor die Mauer gebaut wurden, haben sie ja immer wieder versucht auf zivilisierte Art und Weise das Problem zu lösen. Hat nicht funktioniert. Außerdem diente der Berliner Mauer einem anderen Zweck.

  15. Der Name sollte der Person sein, die es gemacht hat. Ich bin ein Niemand und habe keine Verbindungen. Aber bei Dir scheint es anders zu sein.
    Könntest Du nicht solche Leute wie Paul McCartney mit der Idee infizieren? Wenn ich seine Lieder richtig verstehe dann wäre das doch genau sein Ding. (Pipes of pease)

    Die Idee mit dem Berliner Mauerstein gefällt mir auch. Vielleicht noch ein Stein aus der Chinesischen Mauer und ein Stück Maschendraht von der Grenze zwischen USA und Mexico. Nicht als Provokation sondern als Symbol oder Kunstwerk. Kann ja jeder so interpretieren wie er möchte.

    Ich könnte mir vorstellen das den palestinensischen Avatarleuten die Idee mit einem James Miller Friedensfestival auch gefällt.

  16. Ich glaube, Paul McCartney davon zu überzeugen wäre zu wenig – davor müsste man israelische Politiker überzeugen.

    James Miller Friedensfestival? Nie gehört, auch Google-Suche ergab keinen Treffer…

    @all
    so Leute, ich werde ab heute eine Woche lang offline sein (Urlaub), ihr könnt aber gerne weiter kommentieren – antworten darauf kann ich aber erst anfangs März…

  17. Das war meine Idee mit James Miller, das würde doch passen.
    Die Politiker überzeugen? Vielleicht wäre die israelische Friedensbewegung leichter zu überzeugen.

    Wo gehts denn hin?
    Ich wünsche Dir das Du eine glückliche Zeit hast.

  18. Aha, und wer ist James Miller? Ex US-Politiker? Was hat er mit Frieden in Israel zu tun?

    Nach Kärnten – Skiurlaub! Danke für die guten Wünsche!
    Ahja, du bist jetzt auch in meiner Blogroll! ;-)

    So, ich bin weg!

  19. Das ist der Typ von Deinem Link, der erschossene Journalist.
    Aber vielleicht ist Jizak Rabin Festival noch besser. Ich schätze das die israelische Friedensbewegung den Titel besser findet.
    Hast Du einen Link wo ich die infizieren könnte?

    Dann viel Spass beim wedeln und beim Apresski.

  20. Lookaroundguy

    Wow, da habt ihr ja eine ausführliche Diskussion geführt.
    Zurück zum Thema: Ich halte es eigentlich für keine schlechte Idee, wenn eine friedliche Demonstartion hier auch durch einen Film extravagant angehaucht wurde.
    Den Menschen die direkt bei diesen Grenzanlagen leben sind ja wirklich Opfer, die Leben ja genau zwischen den Fronten. Das konnte die Stimmung vielleicht für kurze Zeit ein wenig heben.

  21. Ich sehe ein Problem in diesem Konflikt, das man viel zu wenig Phantasie investiert.
    Diese Leute haben endlich mal Phantasie gezeigt. Ich hoffe da kommt noch mehr.

  22. Es gibt schon ein paar interessante Friedensprojekte, zb. Daniel Barenboim, jüdischer Dirigent (und Pianist), der ein israelisch-palästinensisches Jugendorchester gegründet hat und leitet.

    Verständnisvolle Leute gibts da wie dort, aber eben auch andere: ich kenne etliche Araber, und auf die Frage, wie Terror zu rechtfertigen sei, kommt meistens die Antwort:”DIE DA haben angefangen.” – Selbst von Volksschülern darf man höheres Niveau erwarten!

    Denn irgendwann endet die Diskussion beim Jahre sechshundertsoundso, als irgendwer irgendjemandem eine Keule über den Schädel gezogen hat……

    Andererseits: Wenn israelische Kampfpiloten unehrenhaft aus der Armee entlassen werden, weil sie sich weigern, zivile Ziele in Palästina anzugreifen(!!!), mutwillig Frauen und Kinder zu töten, dann muß man sich auch fragen, was im Staate Israel falsch läuft….da wie dort ein ungeheuerliches Aggressionspotential…..

    Man muß einmal einen Schlußstrich ziehen, ich halte mich da ans Vaterunser: “….Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern….”

    Es gibt keine andere Methode, um Frieden zu schaffen, hier in Europa hats schließlich auch geklappt……
    LG

  23. Na ja, die Israelis, vor allem die Hardliner sind so stur wie die Deutschen und Östereicher zusammen. Die Hardliner hoffen durch den Kried das Land zusammen zu schweißen, aber durch solche Befehle entstehen immer mehr Risse in der israelischen Gesellschaft.

    Aber vielleicht kann man meine Idee mit dem Kinderfest dem Barenboim zutragen. Dann macht er jedes Jahr ein Konzert an der Mauer.

  24. @Sayadin:

    So stur wie Kärtner, Deutsche, Restösterreicher und Schweizer zusammen!

    Also: So stur wie Lybier…..

    MFGCS

  25. Der Barenboim macht tatsächlich solche Sachen: Konzerte an ungewöhnlichen Orten,……

    Ich denke mir: Warum hat Europa Frieden? Weil Schlußstriche gezogen worden sind. Deutschland hat im 2. Weltkrieg 25% seines Territoriums an Polen verloren, 16 Millionen Menschen sind vertrieben worden.

    Das wäre DER Vorwand gewesen, um einen ewigen Partisanenkrieg gegen Polen zu führen. Und dann wäre Deutschland bis heute so eine Art Entwicklungsland mit, sagen wir 50% National-Radikalen im Parlament.

    Das wäre leicht zu argumentieren gewesen (ich spiele jetzt Advokatus Diaboli): “Im ersten Weltkrieg ist Deutschland ungerecht behandelt worden, darum war ja der zweite Weltkrieg ‘nur’ die logische Fortsetzung, und jetzt behandelt man uns wieder schlecht, daher haben wir ein Recht, gegen Polen zu kämpfen…”, und so weiter und so fort.

    Mit dieser Argumentationsspirale treibt man die Gewalt nach oben. Versöhnung ist besser. Und da muß man BEI SICH SELBER anfangen, und nicht bei den anderen.

    Leider wird obige Gewaltspirale im israelisch-arabischen Raum gepflogen und provoziert.

    Es sind ja nicht einmal die autokratisch geführten israelischen bzw. islamischen Glaubensgemeinden in Österreich imstande, einen guten Dialog zu führen! Außer byzantinischer, also falscher, Höflichkeit für den jeweils anderen kommt da nichts rüber…….

    Der israelische Präsident hat sich zb. eine Einmischung Dänemarks in die Palästinenserpolitik Israels verbeten, mit dem Argument, dass Dänemark seit 50 Jahren keinen Krieg mehr geführt habe und sich daher nicht auskenne (im Gegensatz zur USA).
    Dabei ist es doch gerade umgekehrt: Nur eine Gesellschaft, die Frieden kennt, hat und aufrecht erhält, kann wirklich wertvolle Friedens-Ratschläge geben…..

    Unsere Hoffnung sind nicht die Funktionäre hier wie da, sondern Menschen wie Barenboim, Ute Bock, Schirin Ebadi, Waris Dirie, Pater Georg Sporschill, usw,…..

    LG

  26. Ich denke, das man über den Verstand sowieso nicht an die Menschen kommt. Da kommt man, bei so verbitterten Leuten nur in diese Argumentationsspirale.

    Aber Softeis und Musik und das Bemalen einer Mauer kann kleine Terroristen wieder zu Kindern machen.

    Die Kinder sind dort so verzweifelt und allein. Das ist einfach schrecklich.

  27. @Kardinal Novize Igor

    Ich habe erst vor kurzem eine Sendung über Daniel Barenboim und sein israelisch-palästinensisches Jugendorchester gesehen – eine großartige Idee!

    Was die israelische Armee betrifft – keine Armee in einem demokratischen Staat kann sich leisten, dass sich Soldaten Befehle aussuchen, denen sie gehorchen wollen und welchen nicht. Die Armee ist kein Parlament. Wenn ein Soldat der Meinung ist dass Befehle erstellt werden die Gesetzes widrig sind, so hat er die Möglichkeit – in einem demokratischen Staat- sich an die Gerichte zu wenden. Dass Befehlsverweigerung bestraft wurde, finde ich mehr oder weniger in Ordnung.

    Was Dänemark & Einmischung betrifft – man kann das so und so sehen. Wenn ich krank wäre, würde ich auch keinen gesunden Mensch um Ratschläge bitten, sondern denjenigen der vor kurzem genauso eine Krankheit wie ich hatte und welcher die Krankheit besiegt hat. Überlegungen und Ratschläge eines gesunden Menschen können sowohl viel als auch gar nichts bedeuten.

    @sayadin
    Wieso sind die Kinder dort allein und verzweifelt?
    Für Kinder ist die Situation dort “normal”, sie kennen es nicht anders – und das ist das Schlimmste!

  28. Kardinal Novize Igor

    @tvdame

    Befehlsverweigerung ist natürlich immer eine strittige Sache.

    Meines Wissens wurden aber die Befehle nicht akut verweigert, sondern man hat nur ein Statement darüber abgegeben – dass man im Zweifelsfalle einen solchen Befehl nicht ausführen würde – d.h. die kommandierende Ebene hatte die Möglichkeit andere Piloten zu wählen und sich darauf einzustellen- und dennoch wurden sie entlassen.

    Außerdem kann Befehlsverweigerung selbst im akuten Fall legitim sein: Wenn der Befehl ethisch nicht verantwortbar ist. Das war dort offensichtlich der Fall, und ich frage mich, wie es möglich war (und ist?), dass solche Kommandos überhaupt ausgesprochen werden.

    Ich denke, gerade unsere Geschichte sollte auf das Thema “Befehlsverweigerung” ein anderes Licht werfen: Hätte es im 2. Weltkrieg nicht mutige Menschen gegeben, die sich den Befehlen des Nazi-Regimes widersetzt haben, wäre z.b. Wien in Schutt und Asche gelegt worden.

    Insofern haben jene israelischen Befehlsverweigerer meinen höchsten Respekt, auch sie stellen das Gewissen über blinden Gehorsam.

    Und wenn ich in meiner “Liste der Gerechten” den Namen dieser Piloten nicht genannt habe, so aus zwei Gründen:

    Erstens, weil ich ihre Namen ganz einfach nicht kenne,

    und zweitens, weil sie damit die Stelle all jener – vieler – Unbekannter in allen Lagern vertreten, die der Spirale der Aggression entkommen wollen.
    LG

  29. Kardinal Novize Igor

    @tvdame

    P.S: Schön finde ich, dass Du “Krieg” intuitiv mit “Krankheit” in Assoziation setzt! (Das tue ich auch).

    Die Frage ist nur: Wie wird man gesund? Indem man sich gegenseitig anhustet, bis einer tot umfällt, oder indem man gemeinsam ein Antibiotikum findet?

    Soll das “Anhusten” Erfolg haben, muß ich nämlich ein Höchstmaß an Bakterien im eigenen Körper züchten…….
    LG

  30. TV Dame
    Dann sollten wir dafür sorgen, das sie auch mal eine andere Seite sehen können.

    Was die Befehlsverweigerung angeht: Kein deutscher Soldat wurde gezwungen an Judenerschiessungen teil zu nehmen.
    Wenn ein Soldat einen Befehl bekommt, der gegen das Kriegsrecht verstösst, dann hat er das Recht und die Pflicht, diesen Befehl zu verweigern. Er würde seine Ehre und seine Seele verlieren.
    Und wenn ich es richtig von den israelischen Soldaten gehört habe, dann haben sie den Befehl bekommen möglichst viele Palestinenser zu töten. Und für viele war das und ist das ein traumatisches Erlebnis.

    Aber auf die israelische Armee müssen wir keinen Einfluss ausüben. Die Wurzel und die Zukunft sind die Kinder. Da haben wir Macht und Möglichkeiten.

  31. @Kardinal Novize Igor & Sayadin

    Gewaltanwendung durch Israel ist immer nur gerechtferigte Verteidigung. Israelische Armee kann sich nicht erlauben, nach den Wünschen der Piloten zu agieren – so wie jede andere Armee.

    Natürlich sind unwürdige und verbrecherische Dinge seitens der israelischen Armee passiert. Aber was ist daran so schockierend und überraschend! Jede andere Armee hätte Gaza zu Staub und Asche gemacht. Persönlich kenne ich keine andere Armee, wo sich die einzelne Soldaten/Piloten hinsetzen und fragen, ob alles mit ethischen Grundsätzen vereinbar war. Zumindest habe ich noch nicht von Treffen deutscher Wehrmachtssoldaten gehört, die der Frage nachgingen, ob denn alles im Weltkrieg jenen Regeln folgte, die ihnen im Religionsunterricht vermittelt wurden, oder von Treffen französischer Algerienkämpfer. Nach Debatten von Kämpfern arabischer Armeen frag ich lieber gar nicht erst.

    An den Grenzen Israels herrscht Ruhe. Es ist ein Staat, der von den überlebenden der deutschen Vernichtsmaschinerie gegründet wurde und diese Gründung war bisher höchst erfolgreich – in wirtschaftlicher (Israels BSP/Kopf ist höher als das Saudi-Arabiens) wie auch militärischer Beziehung.

  32. Doch, das hat es genug gegeben. Der britische Geheimdienst hat gefangene Generäle belauscht und sie haben alle Fehler und Versäumnisse und auch die moralische Verantwortung für Kriegsverbrechen zugegeben. Und die Stauffenbergleute haben ja gerade aus diesem Grund ihr Attentat gemacht. Wobei ich bis heute nicht begreife, warum Stauffenberg nich noch mal zurück ist und den Kerl kalt gemacht hat.

    Aber ich habe den Verdacht, es sollte nicht sein.

    In der deutschen Armee ist übrigens niemand gezwungen worden, an Kriegsverbrechen wie z.B. Erschiessungen teil zu nehmen. Das einzige Risiko bei Weigerung war, das man sie schief angesehen hätte.

    Und wenn das schon so bei der Wehrmacht war, dann sollte die israelische Armee doch nicht schlimmer sein als die Wehrmacht.

  33. @sayadin:
    Bin mit Deinem Vergleich nicht wirklich einverstanden. Die Deutsche Wehrmacht hat grausamste Verbrechen begangen, und während der Machthabe der Nationalsozialisten ist gar nichts diskutiert worden.
    Erst die Besiegten haben einen Reflexionsprozess in die Wege geleitet (oder auch: einleiten müssen).

    @tvdame:
    Das Spannungsfeld zwischen Gehorsam und Gewissen mag wohl nie eindeutig ausdiskutiert werden können (ist überhaupt jemals etwas ausdiskutiert worden, handelt es sich hier nicht um eine contradictio in adjectio?), soferne es wohl auch von einem Paradigma, einer zugrundeliegenden Erfahrung, abhängt. Und dieses Paradigma ist freilich auch von der Nationalität (Österreicher, Deutscher, Israeli, Palästinser), und deren Geschichte, abhängig.

    Nun ist damit aber eigentlich ein Thema angeschnitten, das ziemlich weit von jenem dieses Blogs entfernt ist, nämlich: Filme.

    Da es mir fernliegt, auf Deinem Blog eine “Themenverfehlung” zu begehen, zumal ich weiß, dass man als Blogmaster in die Rolle des “Moderators” schlüpfen muß, (was dann natürlich anstrengend werden kann!),
    werde ich dieses Thema aufgreifen und auf meinem Blog weiterführen, soferne dazu Interesse besteht.

    Dort sei es jedem unbenommen, zu kommentieren, (soweit also als ein Angebot meinerseits), und sollte Dein Interesse an jener Diskussion gedeckt sein, hast Du, als “Nicht-Moderator”, jederzeit die Möglichkeit, aus der Diskussion auszusteigen.

    LG

  34. Lieber Kardinal,
    ich würde schon sagen, das dieser Reflexionsprozess da war. Das deutlichste Zeichen war ja der Stauffenbergversuch.
    Selbst bei der Wannseekonferenz wurde Reflektiert. Wenn auch in einer perversen Form.

    Aber man hat sich entschieden. Jeder hatte eine Wahl. Und die Soldaten haben sich sehr oft entschieden, besseren Gewissens, dem Wahn zu folgen. So wie Nostradamus vorher gesagt hat, im 20. Jahrhundert werden die Menschen bösen Propheten folgen.

    Der Wahn war die Entmenschlichung des Menschen. Juden, Polen, Russen waren keine Menschen sondern Minderwertige Rassen. Juden waren für die Nazis Ratten und Palestinenser sind für viele Juden ein anderes Wort für Terroristen.

    Aber der, der schiesst kann nicht mehr aus der Sache raus.
    Der, der ein polnisches oder jüdisches oder palestinensisches Kind erschossen hat, hat damit eine karmische Verbindung geschlossen. Dieses Kind oder dieser Mensch wird zu einem Teil des Lebens des Schützen.

    Und das ist der traumatische Rückschlag. Durch die Phantasielosigkeit des Konfliktes gibt es in Israel immer mehr traumatisierte Soldaten, die an sich, ihrem Land und ihrer Sache zweifeln oder verzweifeln.

    Dieser Zweifel ist ein hohes Gut. Er zeigt, das die israelischen Soldaten keine gewissenlosen, entmenschlichten Monster sind, zu denen die SS und Wehrmachtssoldaten mutiert sind.

    Wenn ein Pilot eine Kassamstellung bombardiert, und selbst wenn die Gefahr besteht, das er Unschuldige trifft, dann kann ich verstehen, das er JA zu dem Einsatz sagt.

    Aber wenn ein israelischer Soldat sich weigert dann hat er seine Gründe. Menschen, die sich weigern die Eichmannstrategie zu benutzen haben meinen allergrößten Respekt.

    So sehe ich das aus meiner Perspektive.

  35. navim

    Navi ist hebräisch und heißt Propheten oder auch Volk der Propheten.
    EYWA= YAWE (jahwe)

    Die Botschaft des Films ist, dass sich die (blauen!!!) Israelis endlich mal wehren.
    So wie seit 1948

  36. Ja, es ist eine gute Idee, Kardinal Novize Igor. Ich verlinke dich hier:

    http://novizeigor.wordpress.com/2010/03/08/zum-thema-palastina-und-israel/

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