Könnt ihr euch noch erinnern, wer Bill Clinton bei Wahlkampf unterstützt hat? Und Ronald Reagan?
Nein? Ich helfe euch – Bill Clinton hatte Barbara Streisand und Sharon Stone, Ronald Reagan – Bo Derek. Barack Obama hat in Scarlett Johansson sein Hollywoodgirl gefunden
Sie kämpft unermüdlich für ihn, veranstaltet lukrative Fundraising-Partys und trat sogar im Yes, We Can -Video auf, das gleich in der ersten Woche auf YouTube mehr als 10 Millionen Klicks hatte (oben). Und sie mailt dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten – der ihr stets zurück schreibt.
Scarlett Johansonn kannte Obama lange vor seinem ersten Vorwahlsieg in Iowa. Sie traf ihn, kurz nachdem er sich 2004 beim Parteitag mit seiner Rede als Lichtgestalt der Demokraten an die Öffentlichkeit katapultierte. Sie begann ihn aktiv zu unterstützen, weil ihr die Anti-Irakkrieg Einstellung zusagte.
Trotz ihres jugendlichen Enthusiasmus – sie ist 23 – ist sich Johansson der Gefahr bewusst, als Obama-Groupie abgekanzelt zu werden: „Ich bin selbst immer sehr skeptisch, wenn ich höre, dass ein Promi einen Kandidaten unterstützt. Ich will mich hier nicht wichtig machen, aber nachdem ich nun einmal in der Öffentlichkeit stehe, sollte ich meinen Ruhm wenigstens für Anlässe einsetzen, die mir am Herzen liegen“. Was sie nicht davon abhält, sich manchmal wie ein Teenager zu benehmen: „Ich bin mit Barack verlobt“, scherzte sie nach einem weiteren Vorwahlsieg: „Mein Herz gehört Barack“. Damit steht sie nicht allein da, auch wenn ihre Scherze kindisch sind. So viel ich gelesen habe, gehören Jessica Alba, Ryan Philippe, John Legend, Anthony Kiedis, Jesse Dylan und viele andere auch zur Gruppe der Obama-Fans…


wow das is echt wahnsinn. der mann muss ziemlich charismatisch sein.
was mich total erstaunt hat ist, dass sogar in der letzten folge der gilmore girls eigentlich eine pro-obama aussage drin steckt. schon wahnsinn welche kreise das in amerika zieht.
Er ist mir auch sympatisch
In Gilmore Girls? Hm, interessant.
Einerseits finde ich es ok, wenn es sich die Stars für jemanden einsetzen, aber anderseits – es lässt sich dadurch die „normale“ Bevölkerung leicht beeinflüssen, oder?…weil wenn die Menschen, die Scarlett Johansson sympatisch finden bzw. Gilmore Girls mögen, sich wahrscheinlich auch für Obama entscheiden werden, ohne sich weiter zu informieren…
ich muss ehrlich sagen, ich kenne ihn und seine einstellungen nicht gut genug um das sagen zu können. aber mit dem argument hast du zweifellos recht. die breite masse der bevölkerung gibt da sicher recht viel drauf, ob die stars, die man selber sympathisch findet für den oder den werben. ist ja auch irgendwie einfacher als sich mit nem wahlprogramm auseinanderzusetzen, nicht?
bei gilmore girls begleitete rory dann ja als journalistin obama beim wahlkampf… also als abschluss sozusagen
Das stimmt schon, aber ich denke, wenn man schon wählen gehen will, dann sollte man sich vorher mit einem Wahlprogramm auseinander setzen. Aber ok, ich denke/hoffe dass die Stars nicht nur propagandieren „wähle X“, sondern bringen, auch wenn auf andere Art und Weise, WARUM man den X wählen sollt.
Mir ist es in den USA aufgefallen, dass dort die Leute sich offen zu ihrer politischen Entscheidung bekennen, was in Europa eigentlich selten vorkommt. Naja, es ist Mentalitätssache.
Hm, hab nicht daran gedacht. Aber es wird schon stimmen, Kati!