Foto: Jepirier
Als Blockbuster werden in der medialen Berichterstattung kommerziell sehr erfolgreiche Kinoproduktionen bezeichnet (Wiki). Aber, wie wird ein Film zum Blockbuster? Ist es eine Glückssache? Dank britischer Forscher – nicht mehr!
Angeblich braucht man nicht mehr zu bangen, zu hoffen, zu forschen, zu befragen, usw. ob ein Drehbuch Blockbuster-Potential hat. Mit Hilfe einer neuen Software können Autoren ihre Drehbücher hochladen und sie vorläufig analysieren lassen - und zwar hier: www.scriptcloud.com.
Wie verläuft die Beurteilung? “Das Programm schließt von Wortstatistiken auf den Spannungsbogen des Textes”. Klingt viel zu simple für so eine komplizierte Sache? Ist es aber nicht: “Die Häufigkeit und Stellung von Verben, Namen und anderen Begriffen erlaubt es der Software, aus Drehbüchern eine narrative Struktur zu errechnen. Sie kann nach Angaben ihrer Entwickler nicht nur einzelne Genres unterscheiden ( z.B. Krimi von Komödie), sondern auch auf den ersten Blick verborgene erzählerische Kennzeichen herausholen”.
Mein Eindruck: Ich finde, es ist wirklich was Hilfreiches. Bleibt zu hoffen, dass es auch von der Hollywood-Welt akzeptiert wird!
Die Suche nach der Erfolgsformel für einen Film ist aber nicht neu. Im Jahr 2002 beispielsweise hat die britische Regisseurin und Dozentin Sue Clayton ihrer Meinung nach das ultimative Rezept für einen Blockbuster gefunden. Und zwar müsse der perfekte Film folgendes enthalten: 30 % Action, 17 % Humor, 13 % Gut gegen Böse, 12 % Liebe, Sex und Romantik, 10 % Special Effects, 10 % Handlung und 8 % Musik.
Fragt sich nur, ob man einen Film mit dieser Mischung produzieren kann – so als würde man einen Drink mixen?
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Mehr Info auf: Wissenschaft.de


spannend! ich habe den Link zu deinem Post an meine 2 Dreh-buch Autoren Freunde weiter geleitet und bin gespannt auf ihre Kommentare…
“drehbücher hochladen” klingt schon wieder irgendwie nach “ideenklau”
wenn ich ein fertiges hätte, hochladen würde ich es wohl nicht…
der perfekte film soll 30% action und 10% handlung haben? und was von den anderen prozenten nicht im film vorhanden ist, wird dann auf die action angerechnet… ahja… deswegen solche filme wie rambo 1-25
usw.
genau mylady… wordpress ist schon klasse
Na ja, ich hoffe nur, dass diese Meldung eine Ente ist. Wenn es wirklich so wäre, dass sich ein Blockbuster auf die Formel “30 % Action, 17 % Humor, 13 % Gut gegen Böse, 12 % Liebe, Sex und Romantik, 10 % Special Effects, 10 % Handlung und 8 % Musik.” reduzieren ließe, dann wäre das Ergebnis ab sofort ein Film-Einheitsbrei aus eben jenen 30 % Action, 17 % Humor [...] – ich kann nicht glauben, dass sich das jemand wünscht…
@wortman & Steve
Eins muss ich vorerst sagen – über diese Software wurde sowohl auf orf.at als auch auf wissenschaft.de berichtet – beide Webseiten würden kaum über Enten schreiben.
Zu Buch hochladen: klar kannst es versuchen
Wenn es sich herausstellen wird dass es oscarreif ist, heisst es noch lange nicht, dass es bald hinter dir Hollywood-Produzenten laufen werden.
Zur Formel: Rambo 1-25 ist kein perfekter Film (nicht dass er schlecht ist). Oder kennst du viele Frauen die auf Rambo stehen? Ein perfekter Film spricht breite Massen an. Die Formel wurde ja auch nicht aus der Luft gegriffen, sondern es wurden alle Oscarfilme analysiert, zerteilt, ausgewertet und von Wissenschaftlern und anderen “sich-Auskenner” in die Formel umgewandelt.
das mit dem hochladen meinte ich anders: wer sagt, dass es dort geschützt ist und nicht bei “hooray, you get it” hinterrücks das drehbuch, die idee geklaut wird?
ich hab nicht gesagt, dass diese formel eine “ente” ist.
ich hab mich nur über die zusammensetzung gewundert. hätte eigentlich auf mehr prozente bei “handlung” getippt.
Ach so.. Daran hab ich nicht gedacht. Aber wenn ich vor der Wahl stehen würde: hochladen, oder doch nicht weil ev. meine Idee geklaut werden könnte; dann würde ich `hochladen` wählen – ich kann mehr gewinnen als verlieren.
das genialste script kann durch eine schlechte Kamera, schlechten Schnitt und schlechtem Ton/Musik und schlechten Schauspielern vollkommen zerstört werden!
Das einfachste Script kann durch eine atmosphärische Kameraführung/Schnitt/Ton zu einem sehr spannenden und sehenswerten Film werden! Hätte ich Castaway mit Pam Anderson anstatt Tom Hanks gesehen, wäre das vielleicht für die pubertierenden Jungens etwas gewäsen, meine Freude hätte ich bei der schauspielerischen Leistung wahrscheinlich nicht gehabt ggg
im endeffekt kommt es auf viel mehr Faktoren an, als man sich vielleicht Vorstellen kann (z.B. private Aussetzer, die bei Fans und Kritiker nicht gut ankommen)
Ja, irgendwie hast du Recht – wenn als Hauptdarsteller/in sowas wie P.Anderson, aber auch P.Hilton oder Madonna gewählt wird, dass wird es aus der besten Drehbuch-Geschichte ein disaster
andersherum wundert man sich auch manchmal, in was für schlechten filme so manche bekannte schauspieler/innen auftauchen
Vielleicht hoffte man mit ihrer Hilfe, die schlechte Filme so “zu retten”?
Man dreht sowieso keine schlechte Filme, man hofft bei jedem Film, dass er gut ankommt. Und ich denke auch, dass jeder Film seine Zuschauer findet. Manche mehr, manche – weniger.
Eigentlich keine schlechte Idee. Dennoch darf man nicht vergessen, dass ohne Marketing und Promotion nichts läuft.